Der rosarote Druckpunkt

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Flexible Spezialfolien messen Druckbelastungen zwischen Kontaktflächen

Spezielle Multilayer-Folien mit integrierten Mikrofarbkapseln ermöglichen es, ohne großen technischen Aufwand die Druckbelastung zwischen zwei Wirkflächen zu messen. Entwickler, Monteure und Instandhalter verschaffen sich damit direkt am Einsatzort einen ersten Eindruck über die herrschenden Kräfteverhältnisse an Verbindungs- und Kontaktstellen aller Art.

Dietzenbach, Juni 2009. - Der Druck lastet schwer. Fragt sich nur: Wie schwer? Wer eine schnelle - und preiswerte - Antwort auf diese Frage verlangt, für den kommen die Druckmessfolien von Kager wie gerufen. Wo immer es darum geht, einen ersten Eindruck von der mechanischen Druckbelastung zweier Kontaktflächen zu gewinnen, sind diese Spezialfolien namens Pressurex an der richtigen Stelle. Sie sind zwischen 0,1 und 0,2 Millimeter dick und werden in sieben Varianten für Druckbereiche von 0,14 bis 3000 kg/ms2 (2.0 bis 43.200 PSI) angeboten.

Momentaufnahme in Magenta

Die Druckmessfolie Pressurex wird auf Rolle geliefert, von der sich der Anwender die benötigten Teil- oder Formstücke bedarfsgerecht und passgenau abschneidet. Diese werden dann zwischen die beiden Wirkflächen gelegt, auf welche die Kraft aufgebracht wird. Im Augenblick der Belastung zerbrechen die in der Mehrschicht-Folie (Polyester-Basis) integrierten Mikrofarbkapseln und erzeugen ein rosarotes Druckbild, das die Kräfte- beziehungsweise Lastverteilung zwischen den beiden Wirkflächen darstellt. Die Farbintensität dieser Momentaufnahme in Magenta lässt sich dann mit einer PSI-Skala abgleichen, die Auskunft gibt über den erreichten Messwert. Die bei der einfachen Sichtprüfung erreichbare Genauigkeit liegt im Bereich von zehn Prozent; beim Einsatz eines optischen Messsystems lässt sich die Genauigkeit auf etwa zwei Prozent erhöhen.

Das Anwendungsspektrum der Pressurex-Folien ist breit gefächert - unter Belastung stehende Kontaktflächen gibt es schließlich in allen Bereichen der Technik: Ob Rohre angeflanscht, Matrizen aufgedrückt, Deckel aufgeschraubt oder Werkstücke aufgespannt werden; ob Bauteile verbunden, Maschinen aufgestellt oder Werkzeuge zusammen gepresst werden - stets lässt sich mit einer Druckmessfolie ermitteln, ob die aufgebrachte Kraft ausreicht oder nicht. Dabei gibt das rosarote Druckprofil einer Pressurex-Folie auch zu erkennen, wo besondere Druckpunkte liegen (intensives Pink) und wo die Verbindung zwischen den Kontaktflächen eventuell Schwachstellen aufweist (helles Rosa). Insofern dient die Druckmessfolie von Kager auch als Mittel der Qualitätssicherung.

Je pinker desto stärker

Das Druckbild der Pressurex-Folie ist permanent. Die Intensität der Einfärbung ist proportional zur ausgeführten Belastung. Zur Bestimmung des genauen Messwerts wird das erzeugte Druckbild sowohl mit einer Farbkalibrierskala abgeglichen als auch mit einem Chart, das die Abhängigkeit von den Faktoren Zeit, Temperatur und Feuchtigkeit darstellt. Anbieter Kager bietet alle dazu nötigen Dokumente und Informationen.

Aufgrund ihrer geringen Dicke kann die Pressurex-Folie von Kager auch auf gewölbten Oberflächen verwendet werden. Optimale Messergebnisse lassen sich bei Betriebstemperaturen zwischen 5°C und 35°C erzielen.

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